Unser Dirigent – Thomas J. Mandl

Einleitung

Nachdem uns unser ehemaliger Dirigent und Mitgründer der Freien Sinfonie Benjamin Wolf im Sommersemester 2024 verlassen hatte, sprang Michael Braunger kurzfristig für das Sommerkonzert ein. Benjamin Wolf dirigierte und prägte die Freie Sinfonie von 2006 bis 2024. Anfangs als Kammerorchester und schnell wachsend zu einem vollumfänglichen Sinfonieorchester.

Nach einer Ausschreibung im Sommer 2024 führten wir im Wintersemester 2024/2025 mehrere Probedirigate durch und wählten Thomas J. Mandl mit großer Mehrheit zu unserem derzeitigen Dirigenten. Im Wintersemester probte Thomas bereits einen Großteil der Zeit mit uns. Da er jedoch beim Winterkonzert 2025 verhindert war, dirigierte uns dort noch einmal Michael Braunger.

Zum Sommersemester 2025 starteten wir regulär in die gemeinsame Probenarbeit mit Thomas. Der Neubeginn machte uns sehr großen Spaß und Thomas prägt die Freie Sinfonie seitdem zu einem höheren Niveau mit großer Professionalität und sehr großer ansteckender Freude.

Vita

Thomas Johannes Mandl ist ein erfahrener Dirigent mit einer beeindruckenden Karriere, die ihn von Odessa über Ulm bis nach Tübingen geführt hat. Seine musikalische Reise begann im oberbayerischen Penzberg, wo er geboren wurde. Nach dem Abitur studierte er Schulmusik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart (HMDK) und absolvierte später ein Aufbaustudium im Fach Dirigieren am renommierten Tschaikowsky-Konservatorium in Kiew.

Neben seiner akademischen Ausbildung vertiefte Thomas seine Kenntnisse in Kursen bei dem legendären Dirigenten Sergiu Celibidache.

Thomas’ Karriere ist geprägt von Vielseitigkeit und einem starken Engagement für die Musik. Schon während seines Studiums gründete er das ABACO-Orchester an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Leidenschaft für den Gesang führte ihn zum Tölzer Knabenchor, wo er als Chordirektor tätig war, sowie später zur Leitung verschiedener anderer Chöre.

Internationale Erfahrungen sammelte Thomas am Staatlichen Opern- und Balletttheater Odessa, wo er vier Jahre lang als Dirigent wirkte und gleichzeitig das Kammerorchester der Staatlichen Philharmonie Odessa gründete und leitete. Zurück in Deutschland war er acht Spielzeiten lang als 1. Kapellmeister und Chordirektor am Ulmer Theater engagiert. Dort prägte er das musikalische Leben der Stadt und war zudem Mitbegründer des Festivals OPERA EN EL CONVENTO in Santa Cruz/La Palma.

Weitere Stationen seiner Karriere führten ihn zur Bad Reichenhaller Philharmonie, die er acht Jahre lang als Chefdirigent leitete, und zu den Tiroler Festspielen Erl, wo er beim Aufbau des neuen Festspielhauses den Bereich Musik verantwortete. In den Jahren 2013 bis 2020 war Thomas Künstlerischer Leiter der INNPHILHARMONIE Rosenheim und von 2015 bis 2019 des Kammerchors Salzburg. 2015 bis 2025 leitete er zudem das Kammerorchester collegium musicum ulm.

Neben seiner Tätigkeit als Orchesterleiter ist Thomas ein gefragter Gastdirigent. Er arbeitete unter anderem an der Opéra de Paris sowie bei den Salzburger Festspielen und dirigierte Orchester in ganz Europa. Seit 2020 ist Thomas Professor für Chor- und Orchesterdirigieren und Rektor an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik Tübingen. Zusätzlich zu seiner akademischen Position leitete er von 2022 bis 2025 das Reutlinger Kammerorchester.

Thomas J. Mandl ist jedoch nicht nur Dirigent, sondern auch Komponist und Arrangeur. Seine Werke reichen von der Romantik bis zur Moderne und greifen auch Einflüsse aus Pop und Jazz auf. Sein neuestes Arrangement ist ein Arrangement zu Pipi Langstrumpf, gespielt als Zugabe beim Sommerkonzert 2026 der Freien Sinfonie Tübingen.